Die Möglichkeit, dass Träume wahr werden können ..

… machen das Leben erst interessant.

Die Zeit der Rückblicke ist angebrochen. Es wird über Vergangenes sinniert. War es ein gutes Jahr gewesen?  Auch ich habe heute morgen kurz darüber nachgedacht und mir überlegt, ob ich einen Rückblick über mein vergangenes Jahr schreiben soll, habe den Gedanken dann aber schnell wieder verworfen. Es ist ja alles auf meinem Blog nachzulesen. Ich schreibe lieber einen Ausblick.

Etwas was ich jetzt bereits weiß: Im nächsten Jahr wird es einen neuen Roman von mir geben. Das Manuskript ist fertig. Vier Wochen muss ich nun warten, bis ich überarbeiten darf, so der Befehl von meiner Lektorin. Und weil ich gehorsam bin, habe ich das Manuskript meinem Erstleser gegeben. Er liest und liest und liest und schweigt. Manchmal umrunde ich ihn wie eine hungrige Katze.  Wie kommt meine Geschichte an? Stimmt die Dramaturgie? Gibt es Plotlöcher. Haben die Figuren die notwendige Tiefe? Bald werde ich es wissen. Dann nämlich, wenn er das Manuskript fertig gelesen hat.

Etwas kann ich jetzt schon verraten, es ist ein Liebesroman der in meinem Dorf spielt. Allerdings zu einer anderen Zeit.

Weiter ist eine neue Geschichte geplant. Eine Geschichte die schon lange in meinem Kopf herumspukt. Bis jetzt habe ich sie zurückgedrängt, denn ich kann nicht an zwei Projekten gleichzeitig arbeiten. Doch nun ist die Zeit dazu gekommen. Die Kladde ist bereit und wird mit Gedankensplittern und Figuren gefüllt. Ein Baum in Berlin hat mich dazu inspiriert. Ich freue mich darauf, denn es werden ganz sicher einige Recherchen vor Ort dazu notwendig sein. Das heißt, ich werde mich öfters in Berlin rumtreiben.

Was wird noch kommen? Ein Besuch am Atlantik. Paris steht auch schon auf dem Plan. Die Buchmesse in Leipzig, Frankfurt und Berlin. Vielleicht nicht alle drei, die BuchBerlin aber ganz sicher.

Pläne, Pläne, Pläne. Ja, warum nicht. Pläne machen neugierig, treiben an. Wenn nicht alle umgesetzt werden können, ‘so what’. Das Jahr 2018 verspricht spannend zu werden.

Die Möglichkeit, dass Träume wahr werden können, macht das Leben erst interessant (Paul Coelho)

Bildquelle: Madelene Hambrick

 

 

 

 

Am Anfang war ein Weingut

 

Ich habe euch versprochen, etwas über meinen neuen Roman, an dem ich arbeite zu erzählen.

Dieses Mal sind es keine Personen die mich inspiriert haben, dieses Mal ist es ein Weingut. Ein Weingut, das nicht weit von mir, einsam, oberhalb von meinem Dorf ein, ein jämmerliches Leben führt. Verlottert, mit blinden Fenstern, sofern diese blinden Scheiben noch Fenster genannt werden können. Das Gras kniehoch, die Dachschindeln durch den Regen aufgeweicht, die Holztüren schief mit angefressenem Holz. Nur die geschwungene Eingangstreppe, die auf die Terrasse führt, lässt noch etwas von der früheren Pracht erkennen.

Die Terrasse gibt einen fantastischen Blick durch hohe Pappeln aufs Tal frei. Sanft geschwungen liegt es dem Weingut zu Füßen. Es gibt Weinberge, die links und rechts des Gutes auch heute noch bearbeitet werden. Die Trauben, ja, ich habe genascht, sind prall und zuckersüß.

Ich setze mich auf die Treppenstufe, blicke ins Tal und mit meinen Gedanken fülle ich das Gut mit Leben. Der Schlossherr, seine Frau, eine Adelige aus Paris, drei Kinder – nein eher Jugendliche. Die Köchin, die Leib und Seele der Familie mit ihren köstlichen Gerichten zusammenhält. Ein Gutsverwalter muss auch noch her. Dann Leute aus dem Dorf. Die Waschweiber die die Wäsche zum Bleichen auf der Wiese ausbreiten. Die Erntehelfer, unten in Siedlungshäusern an der Isle wohnen. Der Doktor, der Pfarrer und der dicke Apotheker vom Nachbardorf. Ein buntes Kaleidoskop.

Der Plot und die Figurenbiografien stehen. Wobei bei Letzterem ich immer noch einiges offen lasse. Die Figuren entwickeln sich auch mit meiner Arbeit am Manuskript. Ich lasse ihnen einiges an Freiheit. Nur wenn sie Unmögliches von mir verlangen, dann pfeife ich sie zurück.

Aktueller Stand: 39 950 Wörter und ein Ende ist noch nicht in Sicht.