Frankfurter Buchmesse 2016

Zum zweiten Mal habe ich diese Messe aller Buchmessen besucht und einmal mehr war ich erschlagen. Bücher, Bücher, Bücher!

In diesem Jahr wollte ich tiefer in diese Bücherwelt eintauchen und habe mir deshalb im Vorfeld ein straffes Programm auferlegt.

Akribisch habe ich mir notiert, welche Vorträge und welche Verlage ich mir anhören, respektive ansehen wollte. Ich wollte auch in Erfahrung bringen, in welche Richtung sich die Genre’s bewegen. Sind es immer noch Krimis und Thriller, oder ist der amerikanische Trend der ‘Young Adult’s’ schon in Europa angekommen.

Ich bin zu keinem hundertprozentigem Ergebnis gekommen, doch Krimis und Thriller sind immer noch in den ersten Rängen zu finden. Aber die anderen Genre’s, so scheint mir, holen gewaltig auf. Und das ist auch gut so. Jede Leserin und jeder Leser kann sein ‘Buch’ finden und in eine andere Welt eintauchen.

Am Donnerstag, kurz nach zehn Uhr betrat ich die heiligen Hallen der Bücher. Die Wege sind immer noch lang – zum Glück gibt es Laufbänder – so dass man die Füße etwas schonen kann.

In den Hallen herrschte noch kein Gedränge und die Verlagsleute hatten Zeit und ein offenes Ohr für meine Fragen. Die Vorträge waren zwar schon gut besucht, aber auch hier konnte ich ohne Mühe einen Sitzplatz ergattern und meinen, inzwischen schon leicht angeschlagenen Füßen, etwas Erholung gönnen.

Am Nachmittag war ein Durchkommen schon schwieriger. Doch ich konnte schon am ersten Messetag einen großen Teil von meiner ‘To-do-Liste’ abarbeiten. So hatte ich am Freitag Zeit, mich treiben und auch schieben zu lassen.

Da gab es die Self-Publischer Ecke, die mit Stolz ihre Werke präsentierten. Ein ‘Gewusel’. Umarmungen. “Schön dich wieder zu sehen”. “Lass uns ein Foto machen”. Fröhlichkeit. Leichtigkeit.

Nebenan die Publikumsverlage, die mit ernsten Gesichtern Verträge mit ihren Autoren oder Agenten diskutierten.

Ich finde es toll, dass die Self-Publisher Gelegenheit bekommen haben, Teil von dieser Messe zu sein.

Die Abende waren dann meinem persönlichen ‘Meet and Greet’ gewidmet. FB Freunde, die ich endlich mal persönlich kennenlernen durfte. Alte Bekannte die ich wieder umarmen konnte.

Es war eine Facettenreiche Buchmesse und ich bin sicher, dass ich nicht das letzte Mal dort war. Ganz besonders da im nächsten Jahr Frankreich, meine jetzige Heimat, der Ehrengast sein wird.

 

‘Salon du Livre’ in Paris oder Buchmesse in Leipzig?

Das war die Frage, die ich recht schnell beantworten konnte.

Zwei Gründe haben mich dazu bewogen: Erstens ist Leipzig von meinem Wohnort fast nicht erreichbar, und zweitens habe ich von der Frankfurter Buchmesse, die in Paris vertreten ist, eine Einladung zu einem ‘Dejeuner’ erhalten. Weshalb, das weiß ich nicht, aber ich muss ja nicht immer alles hinterfragen.

Also, Bahnkarte gekauft und Hotel gebucht.

Punkt zehn Uhr öffneten sich die Tore, und eine unglaubliche Menschenmasse strömte in die Messehallen. Nein, klein ist dieser ‘Salon’ absolut nicht.

Wie in Frankfurt, werde ich von einer Unmenge von Büchern empfangen. Gleich am Eingang präsentiert sich ein Verlag mit Kunstbänden. Louvre, Museé d’Orsay, Picasso, Monet, Manet, Van Gogh, nur um einige zu nennen. Paris, ist nicht nur die Stadt der Liebe, sondern auch die Stadt der Künste.

Dann folgte ein Stand mit Reisebüchern, moderner französischer Literatur, Kinderbücher, Kochbücher, Gartenbücher,  und noch Vieles mehr.

Auch Amazon.fr mit seinem Kindle, und seinem Create Space Angebot war vor Ort.

Was ich nicht gesehen habe, waren die Podiumsdiskussionen zwischen Autoren, Verlagen, Lektoren und Lesern. Einzig Amazon präsentierte sein Programm einer kleinen interessierten Gruppe, der Titel war: ‘Schreiben und gelesen werden’.

Was man aber konnte, bei allen Ausstellern, Bücher kaufen. Es war also eine große Verkaufsmesse.

Nur gut, dass ich nicht so viele französische Bücher lese, sonst …

Am Frankfurter-Ausstellungsstand, wo wirklich ein ‘Frühstück’ serviert wurde, und man sich auch mit Büchern eindecken konnte (was ich getan habe), wurde mir erklärt, dass es erst das zweite Jahr ist, in dem sie sich in Paris präsentieren, und im Hinblick auf die Jugendbuchmesse in Bologna Kontakte zu französischen Jugendbuchautoren und Verlagen aufbauen wollen.

Wer weiß, vielleicht bekommt meine Kindergeschichte, die schon lange in meinem Computer schlummert, endlich eine Chance, das ‘Licht der Welt’ zu erblicken.

Ach ja, was ich nicht unerwähnt lassen möchte, und was mir sehr gefallen hat, es tummelten sich ganz, ganz viele Schulklassen mit ihren Lehrern in den Hallen. Die Kinder durften die Bücher anfassen  darin blättern, und für einmal hatten die Kids nicht ihr Handy,  sondern Bücher in der Hand.

Ich denke, dass ich diese Messe nicht das letzte Mal besucht habe.