Wienerschnitzel, Tafelspitz und Palatschinken

Ich bin in Wien gewesen, was von Bordeaux nach Wien fast eine Weltreise bedeutet, aber ich wollte dorthin. Ich wollte nämlich unbedingt meine Lektorin persönlich kennenlernen. Facebook und all die anderen Social Media Kommunikationskanäle sind okay, doch ein persönliches Kennenlernen, na ihr wisst schon.

Bordeaux – Paris Orly. Dann Flughafenwechsel nach Charles de Gaulle über die Stadtautobahn rund um Paris. Zittern und Bibbern. Schafft es der Bus rechtzeitig? Er hat!

Erneutes Einchecken,  Handgepäck öffnen, Kosmetikbeutel auf das Band legen. Natürlich auch Fotoapparat, Handy und all die elektronischen Geräte, die  auf jede Reise mitmüssen. Dann Schuhe ausziehen und durch die Sicherheitsschleuse gehen.

Nachdem ich auch das hinter mich gebracht und meinen Sitz in der ‘Kategorie Holzbank’ gefunden hatte, konnte ich endlich entspannt zurücklehnen und mich auf Wien freuen.

Die Stadt hat mich sehr freundlich empfangen. Der Taxichauffeur erklärte mir im schönsten Wienerdialekt die Sehenswürdigkeiten links und rechts der Autobahn. Nun, zu sehen war allerdings nicht so viel, denn die Nacht hatte sich bereits über Wien ausgebreitet.

In einem alten Wohnhaus, mitten in der Altstadt, wohnt Elsa Rieger, meine Lektorin. Nur einen Augenblick des Zögerns, und der Funke ist sofort übergesprungen. Wir haben gelacht, über das Schreiben und über wunderbare Bücher gesprochen.

Eine Stadt die ich nicht kenne, entdecke ich am liebsten, indem ich mich treiben lasse, durch die Gassen schlendere, meine Nase an den Schaufenstern platt drücke, irgendwo einen Kaffee und ein Stück Kuchen genießen.

Kaffee- und Kuchenmässig hat Wien einiges zu bieten. Zum Beispiel, Kaffee mit Schlagobers und einem Schuss Marillenlikör, und das schon am frühen Morgen, und dazu ein kleines Törtchen. Himmlisch!

Natürlich habe ich auch Wiener Schnitzel und Tafelspitz genossen. Den Palatschinken hebe ich mir für den nächsten Besuch auf, der hatte keinen Platz mehr.

Leider verging das Wochenende viel zu schnell. Das Hundertwasser Museum, Belvedere, der Naschmarkt, und, und, und … aber das Wichtigste für mich war, ich habe meine Lektorin kennen gelernt und ich bin überzeugt, dass auch meine nächste Geschichte bei ihr in den besten Händen ist.