Mein neues Buch

Link zum Shop

Eine Detonation, weit entfernt, erschütterte die Stadt. Danach hielt die Natur den Atem an. Für Sekunden. Die erschrockene Stille endete, als das Rasseln von Panzerketten und Schüssen ertönte. Es kam näher und näher. Die Erde bebte und die Fensterscheiben klirrten. Eine Frau schrie: “Die Russen, sie sind hier.”

Über die Lektorats-Ochsentour, das Sinnieren über den Klappentext und anderen Hürden vor einer Veröffentlichung

Ich bin umgezogen. Nein, nicht wie ihr denkt, weg von Frankreich, ich bin von einer Homepage auf eine andere umgezogen. Sie hat mehr Zimmer, die alle sauber aufgeräumt sind und zudem noch viel mehr Platz haben.

Eigentlich wollte ich euch ja zusammen mit der neuen Home-Page gleichzeitig auch meinen neuen Roman präsentieren, mein ‘Anna-Buch’, doch leider hat das nicht geklappt. Ich warte immer noch auf den Probedruck. Geduld ist also weiterhin angesagt. Wie habe ich in meinem letzten Beitrag geschrieben? Was lange währt wird endlich gut!

Nach den Lektoratsdurchgängen und einem nochmaligen Durchlesen auf meinem E-Reader, um die klitzekleinsten Fehler die durchgerutscht sind, aufzuspüren, habe ich zuerst einmal aufgeatmet. Die Ochsentour war vorbei.

Dann kam das große Sinnieren über den Klappentext. Neugierig sollte er machen aber natürlich nichts verraten. Klappentext schreiben ist noch viel schwieriger als Exposé schreiben. Für letzteres hat man doch meistens zwei bis drei Seiten zur Verfügung.

Nachdem der Klappentext endlich stand, ging ich auf die Suche nach einer Cover Designerin. Es musste eine Frau sein und ich wurde fündig. Sie hat für meine Geschichte ein wundervolles Cover gezaubert. Es ist so schade, dass ich es euch noch nicht zeigen kann, aber hoffentlich ganz bald.

Mein Roman werde ich dieses Mal selbst verlegen. Also war angesagt, einen geeigneten Dienstleister zu suchen. Nur beim großen ‘A’ kam nicht in Frage. Mein Buch sollte auch über den Buchhandel bestellbar und auf allen Plattformen als E-Book erhältlich sein. Ich mach das ja zum ersten Mal, und den richtigen Dienstleister zu finden, war mit einigen Recherchen im Internet oder Fragen an liebe Autorenkollegen verbunden. Letztendlich habe ich mich entschieden und mich frohen Mutes an das Hochladen von meinem Manuskript gemacht. Und …, dann kamen die Hürden. Viele, ganz viele. Die PDF Druckvorlage hat nicht gestimmt, die Schriften waren zum Teil nicht eingebettet, das Impressum war nicht so, wie es hätte sein sollen und die Seitenzahl des Manuskripts war durch falsche Schriftwahl viel zu hoch. Ich war verzweifelt und dem Heulen nah. Sollte mein ‘Anna-Buch’ das ich mit so viel Herzblut geschrieben habe, nie das Licht der Lese-Welt erblicken?

Schlaflose Nächte, verbissenes Probieren, endlose Telefonate mit dem Dienstleister. Nach drei Wochen der Verzweiflung und mit Hilfe von meiner Lektorin, klappte es. Endlich!

Endlich konnte ich mich wieder anderen Dingen zuwenden, zum Beispiel meinen inzwischen etwas verlotterten Haushalt auf Vordermann bringen oder einfach relaxen, nichts tun, nicht mal Schreiben.

Eines weiß ich sehr wohl, ich werde nie mehr versuchen, mein Manuskript selber in ein PDF Druckformat umzuwandeln. Diesen Ehrgeiz muss ich nicht mehr haben. Das können Andere besser.

 

 

Mein Anna-Buch wird ausgehfein gemacht.

Ich arbeite zur Zeit daran,  mein Anna-Buch, wie ich es bei mir nenne, ausgehfein zu machen. Die erste Lektoratsbearbeitung ist eingetroffen und nimmt jede freie Minute in Anspruch. So muss denn einiges hintenanstehen. Aber es macht Spaß zu sehen, wie aus einem Text ein noch besserer Text wird, eben ausgehfein.

Mein Anna-Buch

Die Idee und auch die ersten Entwürfe zu dieser Geschichte, liegen schon lange zurück. Im Jahr 2007 musste ich für ‘die Schule des Schreibens in Hamburg’ bei der ich einen Belletristik Kurs belegt hatte, eine Kurzgeschichte schreiben. Das Thema war: Plot, Prämisse – und wie daraus eine Geschichte wird.

Der Kommentar von meinem Studienleiter: Dass dieses Thema, sowie auch mein Aufbau sich eher für einen Roman eigne, als für eine Kurzgeschichte. Soweit, so gut. Ich bin keine Kurzgeschichten-Schreiberin.

Einige Monate später bekam ich die Aufgabe gestellt, die Grundstruktur für einen Roman zu erarbeiten. Ganz klar, habe ich nochmals auf das Thema meiner Kurzgeschichte zurückgegriffen. Jetzt war der Studienleiter, bis auf ein paar Kleinigkeiten zufrieden mit mir.

Nun hatte ich Blut geleckt, mich hingesetzt und geschrieben was das Zeug hergab. Die Figuren waren vorhanden, jedenfalls die beiden Hauptdarsteller, den Ort gab es auch, und schon bald waren die ersten hundert Seiten voll.

Ich erhielt Gelegenheit, bei der ‘Schule des Schreibens’ die ersten dreissig Seiten von meinem zusammen mit einem Exposé an den Lektorats- und Manuskriptservice zur Begutachtung einzureichen.  Das war im Jahr 2006.

Die Rückmeldung! Nun, ich habe die hundert geschriebenen Seiten in die tiefsten Tiefen von meinem Computer verbannt und … zuerst einmal vergessen.

Einige Jahre später, bei einer großen Aufräumarbeit in meinem Computer, stieß ich auf das vergessene Manuskript. Ich las es aufmerksam durch. Das Thema war immer noch aktuell und ich begann die ganze Geschichte neu zu strukturieren. Ich arbeitete die Figuren aus, fügte weitere hinzu. Ich schrieb einen neuen Plot, ein erweitertes Arbeitsexposé, es kamen neue Handlungsorte dazu und noch vieles mehr.

Was lange währt wird endlich gut, oder auch: manches dauert oftmals etwas länger.

 

Autorenleben

Autoren und natürlich auch Autorinnen führen ein ‘easy’ Leben, so heisst es allgemein. Nachdem bis in die frühen Morgenstunden fleissig in die Tastatur gehauen wurde, beginnt der Tag für sie, wenn die normal arbeitende Bevölkerung bereits zum Mittagessen schreitet.

Dann wird erst einmal ausgiebig Kaffee getrunken und die Tageszeitung nach neuen möglichen Themen für den nächsten Bestseller durchforstet. Danach geht es, wenn das Wetter es zulässt, ins nächste Café. Weil draußen sitzen, vorzugsweise unter schattenspendenden Lindenbäumen, da bekommt die Kreativität einen ganz anderen Stellenwert. Die Gedanken fliessen, ebenso der Stift, der gefühlvolle Worte in die Kladde kritzelt.

Mein Autorenleben schaut etwas anders aus. Erstens schreibe ich nicht bis in die frühen Morgenstunden und zweitens brauche ich keine Lindenbäume für meine Kreativität. Doch ich habe auch meine Rituale und die pflege ich. Zum Beispiel brauche ich zum Einstieg Musik. Je nach Szene Bach, Beethoven oder Mozart, aber auch Kuschel- oder Hardrock ist nicht selten dabei.

Wenn mein Kopf voller Musik ist, dann erst fahre ich den Computer hoch und lasse meine Finger über die Tastatur fliegen.

Meine Schreibphasen sind entweder am frühen Morgen oder am späten Nachmittag. Wenn es gut läuft, dann können es gut und gerne sechs bis sieben Stunden sein. Wenn nicht, dann quäle ich mich nicht vor dem flimmernden Bildschirm, dann ist das eben so.

Doch es gibt auch Zeiten, da schreibe ich nicht. Kein Wort. Dann lümmle ich auf der Couch, fahre in die Stadt und treffe mich mit Freundinnen zum Tratschen. Oder ich schnipple Gemüse für das Mittagessen, werkle im Garten oder male.

Solches passiert meistens dann, wenn etwas in meiner Geschichte nicht stimmt, nicht vorwärts geht, stolpert.

Im Moment bin ich in der Lümmel-Phase, aber ganz langsam löst sich der Knoten in meinem Kopf.

J wie Januar

Zum Glück ist dieser Januar bald vorüber. Die Festtage sind vorbei, die Bäuche gefüllt, der Champagner getrunken, der große ‘Hang over’ ist angekommen. Die Tage sind kurz und dunkel, die Nächte lang und kalt, die Dordogne fällt in den sprichwörtlichen Winterschlaf. Keine Feste, alle Energie wurde im Dezember verpufft.

Detox (Entgiftung) ist nun angesagt. So trinkt männiglich Kräutertee und andere Elixiere, die den Körper wieder mitmachen sollen.

Auch ich habe mich in meinen Kokon zurückgezogen. Schreiben, Malen und Fotos, die schon lange unbearbeitet auf meinem Computer liegen, und endlich bearbeitet werden sollten, bestimmen meinen Tagesablauf. Ausser …. einer Einladung. Ein jährliches Ritual, das sich seit zehn Jahren eingebürgert hat, der Suppenabend. Und alle kommen und genießen. Es ist ein einfaches Mal. Suppe, Brot und Wein. Man sitzt zusammen und die Suppe wärmt Körper und Seele.

Der Februar steht in den Startlöchern, die Tage werden wieder länger und die ersten Frühblüher strecken schon neugierig ihre Köpfe hervor. Der Frühling ist nicht mehr weit.