Wie sich meine Bücher verändert haben

Meine Schreiblaufbahn als Autorin
In diesem Blog reflektiere ich meine Schreiblaufbahn und die Entwicklung meiner Bücher über mehr als zehn Jahre.
Wenn ich meine Bücher nebeneinanderlege, sehe ich keine Titel, keine Cover, keine Verkaufszahlen.
Ich sehe Bewegungen.
In diesem Artikel erzähle ich, wie sich meine Schreiblaufbahn und meine Schreibweise im Laufe der Jahre verändert hat – von frühen, radikalen Geschichten bis zu Romanen über zweite Chancen und das Weitergehen.
Der Anfang meiner Schreiblaufbahn: Schreiben aus der Suche
Mein erstes Buch entstand im Rahmen meiner Schreibausbildung in der Schule des Schreibens.
Thema: ein Adoptivkind.
Eine junge Protagonistin, auf der Suche nach Zugehörigkeit, Identität, Halt.
Auch mein zweites Buch – mein erstes als Selfpublisherin – erzählt von einer jungen Frau.
Von Flucht, von neuer Heimat, von Entwurzelung.
Am Ende stirbt sie.
Damals erschien mir dieses Ende folgerichtig.
Vielleicht, weil ich selbst noch glaubte, dass manche Geschichten nur mit einem endgültigen Schnitt abgeschlossen werden können.
Zwischen Bruchlinien und Aufbruch
Es folgte ein historischer Liebesroman im Frankreich der Nachkriegszeit.
Eine junge Frau, aufgewachsen auf einem Weingut, studiert Medizin und verliebt sich in einen Arbeiter.
Frauenbefreiung, gesellschaftliche Grenzen, leiser Widerstand.
Später schrieb ich Joe.
Die Geschichte eines Musikers, der in die Drogenszene abrutscht.
Ein Roman über Kontrollverlust, Grenzüberschreitungen und innere Leere.
Dann kam ein Buch über eine junge Frau, die hoch hinaus will – und immer wieder scheitert.
Rückblickend ist es mein persönlichstes Buch.
Nicht autobiografisch, aber emotional sehr nah.
Wendepunkt in meiner Schreiblaufbahn: Figuren mittleren Alters
Mit Elodie veränderte sich etwas grundlegend.
Zum ersten Mal stand eine Frau Mitte vierzig im Mittelpunkt.
Kein dramatischer Neuanfang.
Kein lauter Bruch.
Sondern ein leises Wiederaufstehen – auf dem Land, in der Dordogne.
Danach folgten weitere Romane über Frauen, die nicht mehr am Anfang ihres Lebens stehen:
Claire, Sophie und Claudine, Figuren mit Grenzen, Ambitionen und inneren Widersprüchen.
Auch ein Roman über drei Menschen in Berlin gehört in diese Phase – drei Lebenswege, die sich nicht kreuzen und doch thematisch verbunden sind.
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Heute: Schreiben über zweite Chancen
Mit Zwischen uns die Vergangenheit ist meine heutige Haltung am deutlichsten sichtbar.
Eine Liebesgeschichte, in der die Vergangenheit nicht überwunden wird, sondern präsent bleibt.
Ich habe nie das Genre gewechselt.
Ich habe meine Perspektive verändert.
Früher schrieb ich vom Suchen.
Heute schreibe ich vom Weitergehen.
Meine Geschichten dürfen offen enden – ohne leer zu sein.
Meine Figuren sind älter geworden.
Und mein Blick auf das Leben ebenfalls.
Für wen ich heute schreibe
Ich schreibe weiterhin über Brüche, Übergänge und Identität.
Aber ich glaube nicht mehr, dass alles verloren sein muss, damit etwas Neues entstehen kann.
Vielleicht finden sich Leserinnen genau hier wieder:
nicht am Anfang,
nicht am Ende,
sondern mittendrin.
Einladung
Wenn du meine Bücher noch nicht kennst, dann ist dieser Text vielleicht ein guter Ausgangspunkt.
Nicht, um alles nachzuholen – sondern um dort einzusteigen, wo du selbst gerade stehst.
Über die Autorin
Verena Dahms ist Autorin von Frauenromanen mit Tiefgang.
In ihren Geschichten erzählt sie von Umbrüchen, Neuanfängen und leisen zweiten Chancen – oft vor französischen Kulissen, immer nah an den inneren Bewegungen ihrer Figuren.
Seit über zehn Jahren schreibt sie Romane über Identität, Verlust, Liebe und das Weitergehen mitten im Leben. Ihre Bücher richten sich an Leserinnen, die keine einfachen Antworten suchen, sondern Geschichten, die nachwirken.
👉 Mehr über ihre Romane und ihr Schreiben findest du auf diesem Blog und auf ihrer Autorenseite bei Amazon.
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