Zwischen den Jahren

Warum Pausen Teil des Schreibens sind
Zwischen den Jahren liegt eine Zeit, die sich nicht gut benennen lässt.
Sie ist kein Anfang und kein Ende.
Eher ein Raum dazwischen – stiller als sonst, langsamer, weniger greifbar.
Ich habe in den letzten drei Wochen keinen Blogartikel veröffentlicht.
Nicht aus einem bestimmten Grund.
Und auch nicht aus einem Mangel an Themen.
Manchmal ist es einfach so, dass Schreiben sich zurückzieht. Nicht verschwindet – nur leiser wird.
In dieser Zeit habe ich viel gelesen.
Schlagzeilen überflogen. Gedanken verworfen.
Ich habe Sätze angefangen und wieder gelöscht.
Und ich habe gemerkt, dass all das ebenfalls zum Schreiben gehört – auch wenn es nach außen nicht sichtbar ist.
Wir leben in einer Zeit, in der Pausen schnell wie Stillstand aussehen.
Dabei sind sie oft genau das Gegenteil.
Sie sind Sammelbewegungen.
Orte, an denen sich etwas ordnet, ohne dass man es sofort benennen kann.
Zwischen den Jahren wird mir das besonders bewusst.
Der Kalender ist leerer, der Blick weiter.
Man muss nichts erklären, nichts liefern.
Und genau dort beginnt für mich oft das eigentliche Schreiben – lange bevor ein Text entsteht.
Vielleicht ist das auch eine Erinnerung an mich selbst:
Dass nicht jeder Gedanke sofort Form braucht.
Dass Worte manchmal warten dürfen.
Und dass eine Pause kein Bruch ist, sondern ein Übergang.
Manchmal beginnt ein neuer Text genau dort,
wo man glaubt, stehen geblieben zu sein.
Zwischen den Jahren
Ich wünsche euch einen guten Start in das Jahr 2026
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