Amazon-Vorbestellungen Selfpublisher

Mein ehrliches Fazit als Selfpublisherin
Der Veröffentlichung meines Romans Zwischen uns die Vergangenheit ging diesmal eine vierwöchige Vorbestellungsphase bei Amazon voraus – ein Modell, das viele Autor:innen nutzen, um Sichtbarkeit und Spannung aufzubauen. Nun, da mein Buch erschienen ist, ziehe ich Bilanz: Was hat gut funktioniert? Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?
Vier Wochen Vorbestellung – ein zweischneidiges Schwert
Ich habe mich bewusst für eine längere Vorbestellungsphase entschieden, um genug Zeit für Werbung, Einblicke hinter die Kulissen und den Aufbau von Vorfreude zu haben. Doch schnell wurde mir klar: Vier Wochen sind lang.
Vielleicht zu lang
Denn wer vier Wochen lang immer wieder über dasselbe Buch postet, läuft Gefahr, die eigene Community zu überfordern – oder sogar zu langweilen. Auch ich habe gemerkt, wie schwer es wurde, neue Inhalte rund um das Buch zu finden, ohne mich zu wiederholen. Und obwohl ich kein Freund von Dauerbeschallung bin, verlangt der Vorbestellungsmodus genau das: Präsenz, Präsenz, Präsenz.
Zwei Wochen reichen – wenn das Manuskript fertig ist
Ich veröffentliche nur Bücher, die bei Start der Vorbestellung komplett fertig sind. Das heißt: kein Endspurt, kein Nachbessern unter Zeitdruck. Und genau deshalb reicht für mich künftig eine zweiwöchige Vorlaufzeit völlig aus.
Sie gibt mir genug Raum für gezielte Beiträge, wirkt frisch – und ist weniger ermüdend für mich und meine Leser:innen.
Sichtbarkeit auf Amazon? ja, aber …
Ein klarer Vorteil: Schon während der Vorbestellungszeit wurde mein Roman mit anderen Büchern verknüpft. Das passiert bei Amazon über Algorithmen, die ähnliche Titel miteinander „in Beziehung setzen“. Ohne Vorbestellung hätte dieser Prozess vermutlich länger gedauert. In Sachen Sichtbarkeit auf der Plattform war das also ein Pluspunkt.
Und was ist mit den Verkäufen?
Ganz ehrlich: Einen spürbaren Verkaufsschub durch die Vorbestellung habe ich nicht erlebt. Dafür ist meine Leserschaft noch zu klein. Aber das ist kein Grund zur Entmutigung – Sichtbarkeit wächst mit der Zeit, und jede Veröffentlichung ist ein weiterer Schritt.
Mein Fazit:
Ich werde den Vorbestellungs-Modus bei Amazon weiterhin nutzen – aber nur noch mit zwei Wochen Vorlauf.
Er bringt Vorteile, vor allem bei der Sichtbarkeit auf der Plattform. Doch vier Wochen sind zu lang, wenn man gleichzeitig authentisch und regelmäßig kommunizieren will.
Und: Ich möchte meine Leser:innen nicht mit zu viel Werbung überfordern, sondern mit echten Einblicken erreichen. Deshalb wird mein Blog künftig wieder stärker im Mittelpunkt stehen.
Ich freue mich, wenn du mich dabei begleitest.
Verena Dahms
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