Wieder einmal etwas über mich

Vor kurzem habe ich ENDE unter mein neues Manuskript geschrieben
es ist Nummer zehn, und ich bin ziemlich stolz darauf. Wieder einmal habe ich genug Sitzfleisch gehabt, wieder einmal habe ich mich durchgebissen, mit meinen Figuren gelebt, geweint und mich gefreut, wenn es ihnen gut ging. Das Manuskript wird Ende August an meine Lektorin geschickt, sie hat alle meine Bücher begleitet, und ich bin froh und glücklich, sie an meiner Seite zu haben. Sie kennt mich, auch persönlich, was nicht ganz unwichtig ist und sie kennt meinen Schreibstil, eine Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit.
Einen (Arbeit) Titel und einen Klappentext habe ich bereits, aber das kann sich noch ändern, sobald meine Lektorin die Geschichte gelesen und lektoriert hat. Im Moment heisst er:
Eine Stadt – Drei Menschen – Drei Schicksale.
Doch nun zu mir:
Ich bin eine ausgewanderte Schweizerin und wohne seit vielen Jahren im Departement Dordogne, im Südwesten von Frankreich. Die nächste grössere Stadt ist Bordeaux und auch die Atlantikküste mit ihren malerischen Dörfern und Kleinstädten ist in knapp zwei Stunden zu erreichen.
Meine Schwester wohnt seit vielen Jahren in Paris und besitzt ein Ferienhaus in der Dordogne. Als ich sie einmal dort besucht habe, das war vor vielen, vielen Jahren, habe ich beschlossen, mich irgendwann auch einmal hier niederzulassen.
Ich habe vorher aber so oft es mir möglich war, die Ferien in diesem Landstrich verbracht, und das in allen Jahreszeiten, und bin bei meinem Entschluss geblieben: Hier will ich einmal leben und hier will ich meine Geschichten schreiben.
Die wilde Landschaft,
das Ursprüngliche, die Weite, die Dörfer mit ihren geduckten Häusern und die Langsamkeit des Lebens (laisser faire), das hat mich fasziniert, buchstäblich gefangengenommen. Und ich habe bis heute diesen Schritt, mich hier niederzulassen, noch nie bereut.
Hier finde ich Ruhe und Gelassenheit, und wenn ich mal eine Stadt brauche, dann ist Bordeaux nicht weit, und auch Paris ist mit dem TGV in knapp zwei Stunden zu erreichen.
Auf der Suche nach einem Haus
Während meinen Ferienaufenthalten habe ich mich intensiv nach einem Haus umgesehen. Es gab damals viele leerstehenden Häuser zu erschwinglichen Preisen auf dem Markt. So hatte ich eine ziemlich große Auswahl. Fünfzehn Häuser habe ich mir angeschaut, es war eine spannende und aufregende Zeit. Am Ende fiel die Wahl auf das Haus, das ich mir zuerst angeschaut habe.
Henri Miller hat folgendes Vorwort zu „Der Koloss von Maroussi“ geschrieben:
„Ich glaube, dass dieses friedliche weite Gebiet Frankreichs stets ein heiliger Fleck Erde für den Menschen bleiben wird, und wenn die Städte die Dichter umgebracht haben, wird dies ein Zufluchtsort und die Wiege künftiger Dichter sein. Dieses Land verleiht mir Hoffnung für die Zukunft der Menschheit, für die Zukunft der ganzen Welt.“
Diese Aussage stimmt immer noch, auch wenn sich inzwischen vieles geändert hat, die Landschaft ist immer noch wild, das Ursprüngliche, die Weite, die Dörfer mit ihren geduckten Häusern und die Langsamkeit des Lebens, all das ist kann man hier immer noch finden.
Einige von meinen Geschichten sind in diesem Landstrich angesiedelt, andere irgendwo in Frankreich. Meine Neuste, (Veröffentlichung noch in diesem Jahr geplant) spielt in Berlin und die nächste die bereits in meinem Kopf herumschwirrt, wird in Marseille sein. Doch alle haben eins gemeinsam: Es sind Frauenromane, über junge Frauen, über Frauen über vierzig, Frauen die sich aufmachen, das Leben zu erobern, oder ihr Leben zu ändern, aber immer ist auch ein Quäntchen Liebe mit dabei. Denn was wäre das Leben ohne Liebe!
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Nun wünsche ich euch einen schönen Sommer, genießt ihn.
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