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Von der Stadtlady zur Landlady

Das Leben ist eine Reise. Glück finden wir auf dem Weg, nicht am Ziel.

Monika Minder

Mein Leben in der Dordogne

Seit 2004 lebe ich im Departement  Dordogne, im Südwesten von Frankreich, und ich bin angekommen. Ich liebe diese Region, die Menschen und das Leben inmitten von Weinbergen und Wäldern.

Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein

Faust, von Johann Wolfgang von Goethe

Bordeaux ist die nächste große Stadt und mit dem Auto zirka  in einer Stunde erreichbar. Auch der Atlantik ist nicht weit entfernt, und wenn ich einmal das Feeling einer Großstadt brauche, setze ich mich in den TGV und bin in knapp zwei Stunden in Paris. 

Ich habe einiges von der Welt gesehen

Bevor es mich aufs Land verschlagen hat, war ich für eine internationale Pharmazeutischen Firma als Quality Manager tätig. Ich habe für diese Firma auch einige Zeit in den USA gearbeitet, in New Jersey vor den Toren von Manhattan. Es war eine aufregende Zeit, die ich sehr genossen habe. Natürlich habe ich jedes Wochenende New York unsicher gemacht. Theater, Museen, Kunst, Literatur, es war alles vorhanden in diesem prickelnden Schmelztiegel.

Für die gleiche Firma, bin ich auch in Europa und Nordamerika unterwegs gewesen. Es war eine spannende Zeit. Ich habe viel gesehen und erlebt.

Das Departement Dordogne

Dass ich einmal in Frankreich leben werde, das habe ich schon damals gewusst. Durch meine Schwester, die in Paris lebt, und ein Ferienhaus in der Dordogne hat, habe ich diese wunderschöne Gegend kennengelernt. Ich habe mich sofort verliebt in die Wildnis und die Langsamkeit des Lebens, und es wurde mir schon nach der ersten Begegnung mit dieser Landschaft klar, dass hier einmal mein Lebensmittelpunkt sein würde.

Die Suche nach einem Haus

Mein Mann und ich haben uns also auf die Suche nach einer Bleibe gemacht und wir wurden fündig. Ein altes Bauernhaus umgeben von Wildnis und Weinbergen. In den Ferien renovierten wir und legten einen Garten an, denn ausser Brombeerranken und struppiges Gebüsch, gab es nicht viel auf den ca. 7000 qm Land. Ich hatte viel Spaß an der Arbeit, war sie doch so ganz anders, als meine Bürotätigkeit. Oft bin ich nach den Ferien mit zerkratzten Beinen und Händen (Brombeeren haben ziemlich aggressive Dornen) und mit Rückenschmerzen zurück in die Schweiz gefahren.

Irgendwann hatte ich genug, vom Herumsitzen in den Flughäfen und Warten auf die Anschlussflüge, und wir beschlossen, unsere Zelte in der Schweiz abzubrechen und definitiv auszuwandern. 

Kommt noch dazu, dass meine Firma mit einer anderen großen Pharmafirma fusionierte, und ich so in den Genuss von einem „goldenen Fallschirm“ kam. Wir konnten also ohne finanzielle Sorgen unsere Bündel packen.

Mein Traum wurde war

In der Dordogne konnte ich endlich den schon seit einer Ewigkeit geplanten Roman zu schreiben. Während meinen Wartezeiten auf Bahnhöfen und Flughäfen habe ich in diverse Kladden Gehörtes und Gesehenes aufgeschrieben. Ich habe die Menschen studiert, kleine Geschichten über sie erfunden. Nur einen Roman wollte ich schreiben, inzwischen sind es sieben geworden. Und demnächst erscheint der Achte. Jedesmal nach einer Veröffentlichung sage ich mir, ›das ist der Letzte‹ und ein paar Tage später fange ich an, über eine weitere Geschichte nachzudenken.

Am liebsten schreibe ich am Küchentisch, der Mittelpunkt von meinem Haus. Im Sommer sehe ich direkt ins Grüne, höre die Vögel zwitschern und Nachbars Hühner gackern. Im Winter bullert ein Kaminfeuer im Ofen und wärmt meinen Rücken. Manchmal kommt die Nachbarin auf einen Schwatz, und bringt frisch gelegte Eier von ihren Hühner. All das gibt mir das Gefühl, nicht ausgeschlossen zu sein. Denn Schreiben ist ein einsamer Job.

Wenn ich dann allerdings das Geschriebene überarbeite, dann brauche ich Ruhe. Dann schliesse ich mich in mein Schreibzimmer ein, hänge ein Schild “Bitte nicht stören” an die Tür.

 

Meine Bücher

Ich schreibe Frauenromane. Mal Tiefsinnige, mal Humorvolle, mal mit Liebe gewürzt. Mal spielen sie in Frankreich, mal in der Schweiz, mal in England, aber immer an Orten die ich persönlich kenne und … sie werden auch von Männern gelesen. 

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Schreiben ist eine köstliche Sache, nicht mehr sich selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst geschaffen hat. (Gustave Flaubert)

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