Über Suppen und Eintöpfe

Elsässer Suppentopf

Der goldene Herbst verblasst, die dunkle Jahreszeit kündigt sich an und mit ihr die Zeit der Suppen und Eintöpfe.

Die goldenen und warmen Herbsttage neigen sich langsam dem Ende zu und die Zeit der Suppen und Eintöpfe kündigen sich an. Ich mag diese Art von Malzeiten. Mit oder ohne Besuch. Am Morgen werden Gemüse und weitere Zutaten geputzt, in einem Topf mit Wasser auf die Herdplatte gesetzt und bis zum Mittagessen leise geschmuggelt.

Deshalb möchte ich euch heute einen typischen französischen Eintopf vorstellen.

Ein Garbure Eintopf

Und hier ist das Rezept für 6 Personen:

500 g trockene weisse Bohnen

500 g Schinken am Stück oder Enten- undHühnerbeine

4 Karotten

3 Navets (eine Art Winterrüben)

2 Lauchstangen

500 g Kohl

1 Zwiebel

500 g Kartoffeln

300 g Kürbis

4oo g dicke Bohnen

Salz, Pfeffer und eine ganze Knolle Knoblauch, Piment, Nelken, Lorbeerblätter

Der Rest ist einfach. Die weissen Bohnen über Nacht einweichen. Das Fleisch in einem großen Topf mit Wasser aufkochen, und dann das Wasser abschütten. Das Gemüse putzen, die Zwiebel mit Nelken spicken. Danach das aufgekochte Fleisch in einem Topf mit ca. 2,5l kaltem Wasser zum Kochen bringen und sobald es kocht, die dicken Bohnen, die Navets, die Karotten, die Zwiebel, die weissen Bohnen dazugeben und ca. 2 Stunden auf kleinem Feuer kochen lassen. Nach den 2 Stunden den Knoblauch und die Gewürze zugeben und eine weitere Stunde kochen lassen.

Nach insgesamt 3 Stunden Kochzeit (das Fleisch sollte weich sein, und die Suppe etwas eingedickt, Knoblauch, Zwiebel, Lorbeerblätter herausfischen und die Suppe in großen Suppenteller servieren.

Zum Schluss, bevor der Teller ganz leer ist, schüttet der echte Franzose etwa Rotwein hin ein, und schlürft den Rest, oder tunkt ihn mit einem herrlichen Stück Baguette leer.

Das Rezept habe ich in einem französischen Kochbuch http://Bien Cuisiner von Marie-Claud Bisson gefunden. Es gibt aber noch viele andere Varianten für diesen Eintopf, auch ohne Fleisch für die Vegetarier unter euch. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Diesen Eintopf

koche ich nur, wenn ich mindestens 6 Personen dazu eingeladen habe (der Aufwand für zwei Personen ist zu groß) und wenn es draussen so richtig gruselig ist. Nebelregen und ein kalter Wind der ums Haus pfeift. Dann ist es drinnen richtig gemütlich. Wir sitzen in der Küche an meinem ausladenden Küchentisch. Kerzen auf dem Tisch. Der Kaminofen bullert und auf dem Küchenherd blubbert die Suppe.

Zum Dessert gibt es zuerst Käse – Käse schliesst den Magen und dann einen Apfelkuchen. Saftig und süß.

Ihr seht, die

dunkle Jahreszeit

hat auch ihre Reize. Eintöpfe und Suppen sind angesagt, ebenso Einladungen von lieben Menschen, ganz besonders nach fast zwei Jahren Enthaltsamkeit durch die Pandemie, werde ich solche Abende sehr geniessen.

Falls ihr vorhabt diesen Eintopf nachzukochen, würde es mich sehr interessieren, wie er euch geschmeckt hat. Wie gesagt, die Vorbereitungen sind etwas arbeitsintensiv, aber wenn alles mal im Topf ist, könnt ihr euch bequem anderen Dingen zuwenden. Ich wünsche jetzt schon mal “Bon Appetit”-

Newsletter

Falls euch mein Beitrag gefallen hat und ihr mehr über mich, mein Leben in der Dordogne erfahren wollt, meldet euch doch zu meinem Newsletter an. Ihr könnt mir beim Schreiben über die Schulter schauen, erfahrt als erste über die Entstehung von einer neuen Geschichte. Die Anmeldung ist vollkommen gratis.

Ein Platz zum Schreiben

AutroenlebenEintöpfeFrankreichGarbureHerbstJahreszeitRezeptSuppern