Verena Dahms Autorenseite

Vom Schreiben kann ich nicht leben

das wollte auch nie. Trotzdem bin ich eine sehr ernsthafte Autorin, die nur eins möchte, euch mit meinen Geschichten ein paar schöne Stunden schenken. Stunden, in denen ihr in eine andere Welt abtauchen könnt.

Letzte Woche habe ich Ende

unter meine neue Geschichte geschrieben. Das siebte Mal innerhalb sechs Jahren. Und jedes Mal ist es aufregend, macht glücklich und zufrieden.

Elodie, heisst meine Heldin

Elodie ist ein alter französischer Vorname und die Geschichte spielt auch dieses Mal wieder in der Dordogne. Monfaucon heisst das Dorf, zählt zirka 292 Einwohner und eine Kirche, die alles überragt. Mehr verrate ich euch aber nicht, sondern heute will ich euch erzählen, dass das Wort ENDE noch lange nicht ENDE bedeutet.

Mein Schreibplatz mit Maskottchen

Ein paar Tage lehne ich mich zurück, vergesse meine geschriebenen Worte. Malen, Lesen, Faulenzen, Löcher in die Luft starren und Daumen drehen sind angesagt. Einfach was mir so in den Sinn kommt und auf was ich gerade Lust habe. Zuerst falle ich zwar in ein Loch, aber aus dem rapple ich mich schnell wieder hoch und dann geniesse ich die Zeit bevor es in die zweite Runde geht und ich mich wieder an den Rechner setzte und von der Autorin zum Detektiv werde. Dann jage ich die Fehlerteufelchen und meistens sind es nicht wenige. Wenn ich damit fertig bin, bekommt mein Erstleser und Lebenspartner in den Genuss das Manuskript zu lesen. Er macht das sehr gründlich, wie Männer halt so etwas machen. Vor allem findet er meine weiblichen Logikfehler.

Inzwischen sind, seit dem ersten Wort ENDE mindestens zwei bis drei Wochen ins Land gezogen. Ich werde langsam hibbelig, habe das Faulenzen satt. Geduld ist nicht meine grosse Stärke.

Ich warte

Auf einmal geht es weiter

Nein, nicht Schlag auf Schlag, aber es bewegt sich. Meine Lektorin kommt nun ins Spiel. Sie schaut mit strengem Auge und gespitzten Rotstift auf das Geschriebene. Macht Anmerkungen wie: „Show d0n’t tell“, liebe Verena, oder „das musst du erklären, sonst lässt du den Leser hängen und das geht gar nicht“. Kurz zusammengefasst, sie hält mich auf Trab.

Inzwischen habe ich auch Kontakt mit meiner Cover-Designerin aufgenommen. Obwohl ich Selfpublisherin bin, also für alles selber verantwortlich, habe ich meine guten Geister neben mir. Ich könnte nie im Leben meinen Text selber lektorieren. Ich könnte nie im Leben mein Cover selber gestalten, und auch für den letzten Durchgang, das Korrektorat, habe ich ein professionelles Auge, das sich auf die Suche nach all den kleinen Druckfehlern macht. Denn nach dem vielen Durchlesen wird man Betriebsblind.

So habe ich denn eine tolle Truppe um mich, auf die ich mich verlassen kann. Und das ist ein gutes Gefühl.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen, der Klappentext muss auch noch geschrieben werden. Meistens komme ich auf zehn Varianten (Augenrollen) bis ich mit dem Text zufrieden bin.

Wenn das alles fertig ist, dann kommt der grosse Moment: die Veröffentlichung, und damit die Spannung: wie kommt meine Geschichte bei meinen Leser:innen an.

Eine Leseprobe

Zum Schluss möchte ich euch mit einer kleinen Leseprobe neugierig machen.

„Du wirfst mich als weg wie ein ausgedienter Hausschuh?“ Ich fühle, wie die Tränen in mir aufsteigen. Versuche sie zurückzuhalten. Ich will nicht weinen, keine Schwäche zeigen. Ich senke den Kopf, er soll meine Tränen nicht sehen.

Nur das Ticken der großen alten Standuhr ist zu hören und der Gärtner, der draußen die Gartenumzäunung mit der Heckenschere bearbeitet.

Es ist ein goldener Oktobertag. Die Bäume haben ihr buntes Herbstkleid angezogen. Die Luft ist immer noch mild, ungewöhnlich mild für diese Jahreszeit. Nach dem verregneten Sommer zeigt sich der Herbst versöhnlich.

„Ich werfe dich nicht weg, „Elodie.“ Gilles Stimme ist scharf. „Ich habe dir im 16. Arrondissement an der Rue de la Tour eine Wohnung gekauft und zudem bekommst du noch eine monatliche Zahlung. Wegwerfen ist anders. Begreif endlich, dass es zwischen uns nicht mehr funktioniert.“

Neugierig? Ihr müsst noch etwas warten. Aber wenn ihr mehr erfahren wollt, meldet euch doch einfach für meinen Blog an, dann könnt ihr mich auf meinem Weg begleiten und erfahrt zudem noch mehr über mein Leben in der Dordogne. Die Anmeldung findet ihr in der Rubrik ‚Newsletter‘.

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Schreiben ist eine köstliche Sache, nicht mehr sich selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst geschaffen hat. (Gustave Flaubert)

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