Wieder einmal etwas über mich.

Ab und zu werde ich von Bloggern angefragt, etwas über mich zu erzählen. Und so ist dieses Interview entstanden. Es ist erst kürzlich im Facebook veröffentlicht worden und ich dachte, vielleicht mögt ihr das auch lesen.

Für alle, die auch auf Facebook aktiv sind, auf meiner Facebook-Autorenseite dürft ihr gerne schmökern. Sie ist kunterbunt und voller Leben.

https://www.facebook.com/V.Dahms

Aber nun zu mir.

Ich bin Katzenfan, liebe das Landleben, gutes Essen und alles was das Leben lebenswert macht. 

„Wie kann man nur aufs Land ziehen“ wurde ich  von meinen Freunden gefragt , als  ich meinen Rucksack schnürte, um von der Schweiz nach Frankreich auszuwandern. Das war damals, als ich beschlossen habe, eingefahrene Wege zu verlassen, um etwas Neues in Angriff zu nehmen. 

In meinem vorherigen Leben, bin ich in der Welt umhergejettet. Ich arbeitete im Qualitätsmanagement in einer internationalen Pharmabude. In Amerika, Mexico und Afrika habe ich mein Unwesen getrieben und dabei so einiges erlebt.  

In Amerika wurde ich überfallen und ausgeraubt, in Mexico habe ich ein mittelschweres Erdbeben überlebt und in Afrika einen Schlangenbiss.  Doch wie ihr seht, ich lebe immer noch. Irgendeinmal hatte ich genug vom Jetset. Flughäfen sind ja auch nicht das Nonplusultra im Leben.  

Heute  wohne ich  auf dem Land, in einem 800 Seelendorf in der Dordogne im Südwesten von Frankreich. Ein altes Bauernhaus,  umgeben von Weinreben habe ich mir angelacht.

Aber so ganz muss ich auf urbanes Leben nicht verzichten. Bordeaux, ist die nächst größere Stadt. Das war Bedingung, als mein Lebenspartner und ich uns auf die Suche nach einem Ort machten, wo sich Füchse und Hasen gute Nacht sagen. 

Aus einer Stadtlady ist ein Landei geworden.  Ich bin nicht unglücklich darüber. 

Wenn ich nicht Schreibe, dann Male oder Fotografiere ich.  Am liebsten schräg und sehr bunt. Leben ist Farbe das war schon immer meine Devise.  So kommen denn manchmal die unmöglichsten Kompositionen zustande.  Mir gefällts. 

Womit kann man dir eine Freude machen?

Am meisten mit einem Blumenstrauß.  Es müssen keine bombastische Gestecke sein,  sondern nur einfacher bunter Strauß. Denn ich liebe Blumen über alles. In meinem Haus steht immer  eine Vase mit Blumen. Eine einzelne Gartenrose, zum Beispiel, oder ein Strauß mit Feldblumen, den ich selber gepflückt habe. 

Freust du dich, wenn du ein Buch geschenkt bekommst?

Aber ja doch und wenn es noch eines ist, das meinen Buchgeschmack trifft, ganz besonders. Denn dann weiß ich, dass der/die Schenkende sich Gedanken über mich gemacht hat.

Hast du eine(n) Lieblingsautor/-autorin?

Nein, das habe ich nicht. Wenn ich von einem Autor/autorin begeistert bin, lese ich schon noch ein Zweites oder ein Drittes von ihm/ihr, aber ich würde das nicht als Lieblingsautor/autorin bezeichnen. Ich liebe es bunt, das ist meine Devise. Und ich mag die Vielfältigkeit in der Literatur. 

Was macht dich glücklich / worüber ärgerst du dich?

Eine kleine Aufmerksamkeit, ein aufmunterndes Wort, wenn ich mal wieder an mir zweifle. Private Nachrichten von Leserinnen, die mir sagen, dass sie meine Geschichten mögen, oder sich darin wiedergefunden haben. Das macht mich glücklich. 

Neid, darüber kann ich mich aufregen. Unehrlichkeit und Falschheit, das mag ich überhaupt nicht. 

Wer ist dein Held des Alltags ?

Mein Mann. 

Wie sieht dein Wohlfühlort aus?

Mein Wohlfühlort ist da wo ich zu Hause bin, in meinem Haus in der Dordogne. Das gibt mir Geborgenheit und die Ruhe zum Schreiben.

Kommst du selber noch zum lesen? Wenn ja, liest du lieber ‚richtige Bücher’ oder Ebooks?

Ja, ich lese wann immer es mir möglich ist. Leider, seit ich selber schreibe nicht mehr so oft wie ich gerne möchte.  Aber ich lese jeden Tag, je nach Buch mal mehr oder weniger. 

Ich lese beides, Papierbücher wie auch eBooks.  Bei den eBooks begeistert mich dass, wenn ich in die Ferien fahre, jede Menge Bücher bei mir zu haben kann und das ohne zusätzliches Gepäck. Oft, bestelle ich mir nachträglich das Papierbuch, wenn mir eine Geschichte besonders gut gefallen hat. 

Wie lautet der beste Ratschlag, den du je bekommen hast?

Das ist schwierig. Ich habe schon viele gute Ratschläge bekommen. Aber einer davon in Bezug auf mein Schreiben habe ich von meiner Studienleiterin von der Hamburger Akademie, wo ich Belletristik studierte, bekommen: Bleib authentisch mit deinen Geschichten und hör nicht auf mit dem Schreiben, auch wenn es mal hakt und nicht weitergeht. 

Hast du ein Vorbild?

Selbstbewusste Frauen, die ihren Mann stehen, und da gibt es zum Glück einige davon. Aber eine Frau die ich als Vorbild für mich nehmen könnte, ist Marie Curie, eine Frau die sich in der damaligen Zeit in einer Männerdomaine behaupten konnte. 

Welches Buch hast du zuerst gelesen?

Erinnern kann ich mich an die Märchenbücher der Gebrüder Grimm und Hans Christian Andersen. Die habe verschlungen. Ich habe schon in der Vorschulzeit lesen gelernt, und da war alles dabei von Erich Kästner über Astrid Lindgren und noch vielen anderen Jugendbücher. 

Wie steht deine Familie zum Schreiben? Unterstützen sie dich dabei?

Mein Mann unterstützt mich voll und ganz. Er ist auch derjenige, der mein Manuskript als erstes zu lesen bekommt und wir diskutieren stundenlang darüber. Seine Akzeptanz für mein Schreiben habe ich hundertprozentig.

Wie bist du eigentlich zum Schreiben gekommen?

Bereits in der Schule. Ich habe mich aktiv an einer Schülerzeitung beteiligt. Auch während meiner beruflichen Zeit habe ich immer wieder geschrieben. Kurzgeschichten und Reiseberichte für Magazine und Zeitungen. 

Warst du schon an dem Ort/den Orten, von denen du schreibst?

Bei jedem in meinen  Romanen habe ich die Orte besucht, an denen sie spielten. Ich lege das Setting immer an Orte, die ich entweder bereits kenne oder die ich während des Schreibens besuchen kann. 

Mein aktuelles Projekt, an dem ich im Moment arbeite, spielt in München und diese Stadt kenne ich bis dato nicht. Meine nächste mögliche Reise wird mich also nach München führen. Auch wenn ich in meinen Romanen nicht explizit Straßennamen erwähne, einen persönlichen Eindruck von dem Ort ist mir dennoch sehr wichtig. 

Welche Taste an deinem PC ist am meisten abgenutzt?

Keine. Ich schreibe fließend mit dem 10-Finger-System auf einem Mac. 

Was tust du um eine Schreibblockade zu lösen?

Zum Glück hatte ich noch nie eine echte Schreibblockade und wenn es mal hakt, dann gehe ich hinaus in die Natur die ja vor meiner Haustür liegt oder stelle mich an die Staffelei um zu malen. Das macht dann recht schnell meinen Kopf wieder frei. 

Was ist der größte Störfaktor für dich beim Schreiben? Was hält dich vom Schreiben ab?

Unverhoffter Besuch wenn ich mitten in einem Schreibflow bin.  

Was mich vom Schreiben abhält? Nun, manchmal das schöne Wetter, wo ich einfach raus an die Sonne muss, obwohl schreiben eingeplant war. Ich habe zwar einen schönen Schreibplatz in meinem Garten, nutze ihn auch, aber lasse mich dann auch gerne ablenken. 

Wie sieht dein perfekter Schreibtag aus?

Beim ersten Kaffee frühmorgens (ich bin eine Frühaufsteherin) fahre ich den Computer hoch und lese durch, was ich am Tag zuvor geschrieben habe. Korrigiere dies und das. Danach schreibe ich erst mal ein, zwei Stunden. 

Dann Mittagessen vorbereiten oder Blumen gießen (die leiden immer etwas wenn ich intensiv am Manuskript arbeite). Nach dem Essen zuerst eine Runde im Garten drehen und danach weiter schreiben bis ich leer geschrieben bin.  

Das wäre der perfekte Schreibtag. Der sieht natürlich nicht jeden Tag so aus, aber ich versuche jeden Tag mindestens eine Stunde zu schreiben.

Ich bin eher eine Tagesschreiberin. Ausnahmen sind natürlich nicht ausgeschlossen. 

Was sollen wir unbedingt noch über dich wissen?

Ich bin neugierig, offen und ungeduldig. Eine echte Freundschaft übersteht jeden Sturm und ohne Träume wäre das Leben farblos. 

Nun wisst ihr fast alles über mich. Ich freue mich, auch etwas über euch zu erfahren. Zum Beispiel: was lest ihr gerne? Lest ihr lieber Printbücher oder eBooks? Möchtet ihr gerne regelmässig über meine Schreibprojekte etwas erfahren? Oder über mein Leben in Frankreich? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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Autor: Verena

Schreiben ist eine köstliche Sache, nicht mehr sich selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst geschaffen hat. (Gustave Flaubert)

3 Gedanken zu „Wieder einmal etwas über mich.“

  1. Ich entdecke Deine Seite zum ersten Mal, liebe Verena. Gefällt mir sehr. Hab erstmal das Interview gelesen. Darf ich die Fragen klauen? Das sind genau solche, die Leser interessieren und ich würde das gerne auf meinen Blog stellen. Lieben Gruß, schade, dass du nicht auch bei wordpress bist, da könnte ich dir folgen.

    1. Vielen Dank, liebe Gabriele. Natürlich darfst du Fragen klauen. Ich habe das Interview, das die Bloggerin mit mir gemacht hat sehr interessant gefunden. Übrigens, ich bin auch bei WordPress, also kannst du mir folgen.

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