Verena Dahms Autorenseite

Michel de Montagne hatte Eine …

 

Johann Wolfgang von Goethe auch. Charles-Pierre Baudelaire, Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, Guy Maupassant, Oscar Wilde, Christian Morgenstern, Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse, Katherine Mansfield, Patricia Highsmith und noch einige Andere, hatten auch eine Katze.

Auch ich reihe mich unter die Katzenbesitzer ein. Katze und Autor gehören  zusammen. Weshalb? Vielleicht weil die Fellnasen Tröster sind, wenn wir mal wieder an uns zweifeln. Sie sitzen auf unseren Knien während wir unsere Texte schreiben. Ihr Schnurren beruhigt unsere gestressten Nerven, wenn wir am Überarbeiten sind und sie treiben uns in den nächsten Laden, wenn das Futter zur Neige geht. So kommen wir wenigsten ab und zu unter Leute und an die frische Luft.

Meine Katze hat mich gefunden und beschlossen, dass genau ich diejenige bin, bei der sie ihr weiteres Leben verbringen will.

Es war ein schöner Sommertag. Die großen Ferien waren angebrochen. Wohin mit dem Tier, fragen sich viele Besitzer. Katzen sind auf dem Land nicht viel wert. Aussetzen ist dann meistens die Lösung, obwohl das für mich keine ist.

Und so kam ich in den Besitz von meiner Isabelle.

Etwa drei Monate schätzte ich war sie, als sie mit erhobenem Schwanz in meine Küche tappte. Frech schaute sie zu mir hoch, so als wollte sie sagen: „Du, ich habe Hunger und Durst.“ Ich stellte ihr eine Schale mit Milch und eingeweichten Brotbrocken hin. Gierig machte sie sich über den Fressnapf her. Als sie ihn leergeputzt hatte, sprang sie auf einen Stuhl, rollte sich zusammen, schnurrte entspannt, so als ob sie schon immer zu mir gehörte hätte.

Isabelle ist sehr eigensinnig. Schmusen nur wenn sie will. Auf den Arm nehmen, geht gar nicht.

In den ersten Jahren war sie eine richtige Streunerin. Manchmal war sie tagelang weg. Was habe ich mir für Sorgen gemacht, aber sie kam immer wieder, hungrig und zerzaust. Trotz Kastration wurde sie zweimal pro Jahr rollig. Während dieser Zeit strichen unzählige Kater von der näheren und weiteren Umgebung um mein Haus. Die Duftmarken hatten es in sich.

Heute ist meine Bella ruhiger geworden. Eigensinnig ist sie immer noch. Wir passen gut zusammen.

 

 


Entdecke mehr von Verena Dahms Autorenseite

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Schreiben ist eine köstliche Sache, nicht mehr sich selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst geschaffen hat. (Gustave Flaubert)

Post a Comment

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.

Drittanbieter-Cookies

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Diesen Cookie aktiviert zu lassen, hilft uns, unsere Website zu verbessern.

Zusätzliche Cookies

Diese Website verwendet die folgenden zusätzlichen Cookies:

(Liste die Cookies auf, die auf dieser Website verwenden werden.)