Die Nadel im deutschen ‘Bücherheuhaufen’

Anfangs November werde ich eine Leserunde auf Lovelybooks für meinen neuen Roman ‘Eine Frau kämpft für ihren Traum’ durchführen. Ich habe  schon etwas Bammel – werden sich genügend Leute anmelden – aber freue ich mich auch, mein Buch zusammen mit Leserinnen und Leser zu diskutieren.

Ich habe schon einiges über diese Leseplattform gehört, Gutes und weniger Gutes. Doch ich bilde mir gerne selber ein Urteil und bin gespannt, wie es ablaufen wird. Natürlich berichte ich euch darüber.

Mit einer Veröffentlichung ist es nämlich nicht getan. Ich habe gelesen, dass pro Jahr zwischen 80 000 und 90 000 neue Bücher auf den Markt geworfen werden.

Also ist Kreativität gefragt, damit ein Buch im großen ‘Bücherheuhaufen’ der Neuerscheinungen gefunden wird.

Auch Blogtouren sollen helfen, dass ein Buch gefunden wirdIch habe schon einiges darüber gelesen, selber habe ich noch nie eine durchgeführt.

Wie dem auch sei, das eigene Buch zu vermarkten ist nicht einfach.  Es bedeutet täglich in den Social Medien präsent zu sein.  Muss ich das? Will ich das? Ja, wahrscheinlich muss ich das. Macht es mir Spaß? Diese Frage habe ich mir schon öfters gestellt und ich muss, wenn ich ganz ehrlich bin, sagen: Manchmal, aber nicht immer. Ich bin also kein Werbefuzzi. Blödes Wort, ich weiß. Ich bin mir aber auch bewusst, wenn meine Geschichten gelesen werden sollen, dann kann ich mich diesen Medien nicht entziehen.

Keine Angst, ich werde euch auch in Zukunft nicht mit Werbung zu müllen, doch ab und zu bekommt ihr ein Textschnipsel von meinem neuen Roman zu lesen. Ich bin im letzten Drittel, es dauert also nicht mehr lange, bis ich das Wort ENDE schreiben kann.

Dann ist mein Erstleser gefragt. Bis jetzt hat er noch nicht viel davon gelesen. Ich bin gespannt auf seine Kommentare.

 

 

Michel de Montagne hatte Eine …

 

Johann Wolfgang von Goethe auch. Charles-Pierre Baudelaire, Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach, Guy Maupassant, Oscar Wilde, Christian Morgenstern, Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse, Katherine Mansfield, Patricia Highsmith und noch einige Andere, hatten auch eine Katze.

Auch ich reihe mich unter die Katzenbesitzer ein. Katze und Autor gehören  zusammen. Weshalb? Vielleicht weil die Fellnasen Tröster sind, wenn wir mal wieder an uns zweifeln. Sie sitzen auf unseren Knien während wir unsere Texte schreiben. Ihr Schnurren beruhigt unsere gestressten Nerven, wenn wir am Überarbeiten sind und sie treiben uns in den nächsten Laden, wenn das Futter zur Neige geht. So kommen wir wenigsten ab und zu unter Leute und an die frische Luft.

Meine Katze hat mich gefunden und beschlossen, dass genau ich diejenige bin, bei der sie ihr weiteres Leben verbringen will.

Es war ein schöner Sommertag. Die großen Ferien waren angebrochen. Wohin mit dem Tier, fragen sich viele Besitzer. Katzen sind auf dem Land nicht viel wert. Aussetzen ist dann meistens die Lösung, obwohl das für mich keine ist.

Und so kam ich in den Besitz von meiner Isabelle.

Etwa drei Monate schätzte ich war sie, als sie mit erhobenem Schwanz in meine Küche tappte. Frech schaute sie zu mir hoch, so als wollte sie sagen: “Du, ich habe Hunger und Durst.” Ich stellte ihr eine Schale mit Milch und eingeweichten Brotbrocken hin. Gierig machte sie sich über den Fressnapf her. Als sie ihn leergeputzt hatte, sprang sie auf einen Stuhl, rollte sich zusammen, schnurrte entspannt, so als ob sie schon immer zu mir gehörte hätte.

Isabelle ist sehr eigensinnig. Schmusen nur wenn sie will. Auf den Arm nehmen, geht gar nicht.

In den ersten Jahren war sie eine richtige Streunerin. Manchmal war sie tagelang weg. Was habe ich mir für Sorgen gemacht, aber sie kam immer wieder, hungrig und zerzaust. Trotz Kastration wurde sie zweimal pro Jahr rollig. Während dieser Zeit strichen unzählige Kater von der näheren und weiteren Umgebung um mein Haus. Die Duftmarken hatten es in sich.

Heute ist meine Bella ruhiger geworden. Eigensinnig ist sie immer noch. Wir passen gut zusammen.