Quatorze Juillet und andere Sommergeschichten

Der 14. Juli, der französische Nationalfeiertag, der wird gefeiert, und wie.

Man trifft sich entweder im Garten, im Park oder im nahen Erholungsgebiet zum Picknick. Sämtliche Köstlichkeiten die das Land zu bieten hat, werden aufgetischt.

Paté, Käse, Schinken, Wurst, geräucherte Entenbrüste und noch vieles mehr. Natürlich darf auch der Wein nicht fehlen, ist doch klar, das Perigord hat ja auch einen sehr guten Wein zu bieten. Und dann wird getafelt, geschwatzt und gelacht. Solche Picknicks dauern, wie alles was  in Frankreich mit Essen zu tun hat.

Ein französischer Freund hat einmal zu mir gesagt: “Die Welt kann stillstehen oder untergehen, wir werden immer etwas zum Essen haben. Ja, so sind sie, die Franzosen und das finde ich sehr sympathisch.

Nach dem großen Gelage, das bis in die Nacht hinein dauert, beginnen die Feuerwerke. Jedes Dorf versucht das andere mit ihrem Farbenspiel zu übertreffen. So bekommen die Zuschauer rundherum ein grandioses Feuerwerk geboten und jede einzelne Rakete wird mit einem lauten Oh, Ah und eifrigem Händeklatschen belohnt.

Der Sommer hat aber auch noch anderes zu bieten, die Touristen die das Land ab Ende Juni wie Heuschrecken überfallen.

Wohnwagen zwängen sich durch die engen Gassen der Dörfer, auf den Campingplätzen leuchten die bunten Zelte wie Blumenwiesen und in den großen und kleinen Einkaufsläden wird in allen Sprachen parliert, wobei Englisch überwiegt. Doch auch Holländisch und Deutsch ist zu hören. Und natürlich auch die französischen Touristen, vornehmlich Pariser. Manch einer besitzt ein kleines Landhaus in der Gegend, wo er sich gerne von der Hektik von seiner über alles geliebten Stadt erholt.

Und dann beginnen sie, die Festivitäten. Nocturne Gourmand (frei übersetzt “Nachtmarkt”), wo, wie könnte es anders sein, Spezialitäten der Region angeboten werden. Wo getafelt und getanzt wird, und das sehr oft bis in den Morgen hinein.

Musikgruppen laden zu Open Air Konzerten ein und so manches  Dorf präsentiert an den Wochenenden den staunenden Zuschauern die Handwerkskunst aus alter Zeit.

Drei Monate, mindestens, wo sich ein Fest nach dem anderen die Hand gibt. Drei Monate des Trubels und der Leichtigkeit, bevor langsam die Ruhe wieder einkehrt.

Aber halt, da gibt es noch etwas! Im Oktober beginnt die Weinlese. Die Festivitäten flackern noch einmal auf, bevor sich die Region endgültig in den Winterschlaf begibt.