Aus dem Nähkästchen

Ich bin fleißig gewesen in den letzten Wochen. 

Das Rohmanuskript für meinen nächsten Roman ist fertig und auch der erste Überarbeitungsschritt liegt hinter mir.

Szenen wurden gestrichen oder umgeschrieben. Wortwiederholungen ausgemerzt. Wiederkehrende Satzanfänge und unnötige Adjektive aufgespürt. Einige Textstellen immer wieder laut gelesen und dabei auf den Satzrhythmus geachtet, usw. usw.

Jetzt liegt es vor mir, das Manuskript, ein Ordner voll mit Papier und wartet auf den zweiten Überarbeitungsdurchgang. Denn Zwei, mindestens, müssen sein. Je nachdem auch noch einen dritten oder vierten Durchgang, bevor ich es an meine Testleserinnen verschicke und danach ins Lektorat.

Mag sein, dass ich zu pingelig bin, doch die Erinnerung an das ‘Fremde Kind’ ist immer noch gegenwärtig. Ich wollte schnell fertig sein, das Ding durchboxen, aber im Endeffekt hat es dann länger gedauert, bis der Text druckreif war.

Ich muss mich wieder einmal in Geduld üben, obwohl Geduld so gar nicht meine Stärke ist.

Wenn sich zwei Autorinnen treffen, dann gibt es viel zu lachen und zu diskutieren. 

An Pfingsten habe ich mich mit einer Facebook Freundin im lieblichen Weinstädtchen St. Emilion getroffen. Es ist immer wieder spannend jemanden, mit dem man bislang nur virtuell geplaudert hat, in ‘Echt’ kennenzulernen.

Das Wetter hat mitgespielt. Das erwähne ich deshalb, weil ich vom Dordogne Frühling in diesem Jahr ziemlich enttäuscht bin.

Nachdem wir die engen Gassen durchstreift hatten, genossen wir, in die Sonne blinzelnd, ein Glas Wein und quatschten. “Wie bist du auf deine Geschichte gekommen, was schreibst du als Nächstes, wo hast du dein tolles Cover gefunden”. Der Tag verging viel zu schnell.

Einmal mehr habe ich durch Facebook einen lieben Menschen kennengelernt, und ein Kurztrip nach Wien im nächsten Jahr ist bereits geplant.

Was war sonst noch?

Einmal pro Jahr leiste ich mir etwas Luxus. Dieser Luxus liegt nur knapp zwei Stunden von meinem zu Hause entfernt und heißt ‘Les Bains d’Arguin’, ein Hotel in Arcachon, direkt am Atlantik, mit einem geheizten Meerwasserschwimmbad.

Schwimmen, am Strand laufen, den Sonnenuntergang genießen – Luxus pur. Drei Tage und die leergelaufene Batterie ist wieder aufgeladen.

Autor: Verena

Schreiben ist eine köstliche Sache, nicht mehr sich selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst geschaffen hat. (Gustave Flaubert)

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