Gedankensplitter zur Frankfurter Buchmesse

In diesem Jahr wollte ich sie nicht verschlafen, die Buchmesse, so wie im letzten Jahr, und deshalb habe ich das Hotel, die Besucherkarte und den Flug frühzeitig gebucht.

Am Donnerstagmorgen ging es los und gegen Abend landete dann das Flugzeug in der Bücherstadt. Der Taxifahrer der mich zum Hotel brachte war brummig, der Regen war heftig, so wie auch der Stau auf den Straßen. Bouchon nennt man das in Frankreich.

Bewaffnet mit meinem Notizbuch, in dem ich aufgeschrieben habe, wen ich wo und wann treffen wollte, betrat ich die heiligen Hallen und versuchte mich erst einmal zu orientieren. Das klappte ganz wunderbar – alles war übersichtlich beschrieben  – aber die Wege waren weit. Da ich nicht ganz  unsportlich bin, meine bequemsten Schuhe an den Füßen hatte, war das kein Problem für mich.

Der erste Messetag verlief zu meiner vollsten Zufriedenheit und nun war Bummeln und Essen in der Altstadt angesagt.

Zusammen mit zwei Damen, die im gleichen Hotel wohnten, fuhr ich in die Altstadt, zum “Römer”. Die Fachwerkhäuser sind wirklich sehenswert, aber die Paulskirche war leider geschlossen. Nach der ausgiebigen Besichtigung war der Hunger groß und wir beschlossen, etwas für unser leibliches Wohl zu tun. Die Wahl war nicht einfach, denn Gaststube an Gaststube reihten sich aneinander.

Nun, am Ende entschlossen wir uns für ein kleines und sehr gemütliches Restaurant. Wände, verkleidet mit Holztäfelung, antike Tische und Stühle, und bäuerlich angehauchte Deckenlampen strahlten ein gemütliches Ambiente aus.

Diese Gemütlichkeit ließ uns vier Stunden  bei Speis und Trank am Tisch verweilen. Wir hatten uns so viel zu erzählen, es kam mir vor, als hätten wir uns schon ewig gekannt und nach langer Zeit wieder einmal getroffen.

Der Samstag war dann dem “Meet and Greet” gewidmet. Ein Facebook-Freunde-Treffen, das schon im Vorfeld der Buchmesse abgesprochen worden war (natürlich via Facebook) war angesagt. Ich war sehr gespannt. Wie würden sie sein? So ganz anders, oder so wie ich sie virtuell erlebt habe?

Aber zuerst gab es ein freudiges Wiedersehen mit einer lieben Freundin, die extra von Köln angereist kam. Manchmal wohne ich wirklich in der “falschen Ecke”, sprich zu weit weg, im fernen Frankreich.

Und dann am Nachmittag, Treffpunkt Stand xxx, um 14 Uhr. Und sie trudelten alle ein. Es war toll, man kannte sich ja nur vom FB Profilbild, aber man erkannte sich sofort. Da war die Valerie, eine langjährige FB-Freundin, die Sandra, die Medusa, die Marlies, der Frank, die Veronika, die Bettina und noch einige andere.

Umarmungen, “endlich lerne ich dich mal persönlich kennen”, oder “ach dich habe ich auch schon gelesen”, so tönte es in dem allgemeinen Trubel rund um uns herum.

Beim Kaffeetrinken, draußen auf dem Hof – dort war es angenehm ruhig und kühl, im Gegensatz zu der überfüllten und heißen Halle – hatten wir dann Gelegenheit, uns so richtig auszutauschen und zu plaudern. Der Nachmittag verging viel zu schnell.

Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr, so war der allgemeine Tenor beim Abschied.

Meine Schlussgedanken: Ich bin in eine Bücherwelt eingetaucht die seinesgleichen sucht, habe Kontakte geknüpft und liebe Facebook Freunde persönlich kennengelernt und neue dazu gewonnen.

Autor: Verena

Schreiben ist eine köstliche Sache, nicht mehr sich selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst geschaffen hat. (Gustave Flaubert)

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